Wo in Europa tanken sonst noch teuer wird

Foto: pixabay - Public Domain

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Gemäß einem Vergleich der Bild befindet sich Deutschland auf Platz 10 der Länder, in denen sich nicht billig tanken lässt. Im Mai kostete ein Liter Super durchschnittlich 1,49 Euro. Das sei ein neuer Höchststand in diesem Jahr. In Italien, Niederlanden oder Dänemark sind die Spritpreise noch spürbar höher als bei uns. Die Reihenfolge der teuersten Länder im Detail:

  1. Norwegen (1,80 Euro)
  2. Niederlande (1,75 Euro)
  3. Italien (1,71 Euro)
  4. Großbritannien (1,64 Euro)
  5. Dänemark (1,64 Euro)
  6. Griechenland (1,60 Euro)
  7. Portugal (1,58 Euro)
  8. Finnland (1,55 Euro)
  9. Belgien/Schweiz (1,54 Euro)
  10. Deutschland (1,49 Euro)

Benzin sparen mit Leichtlaufreifen

Der Benzinverbrauch eines Autos wird durch mehrere Umstände bestimmt. Dazu gehören selbstverständlich die Stärke des Motors, die Bauart und natürlich auch die Fahrweise. Weniger verbreitet bekannt ist, dass auch die Bereifung den Spritverbrauch mitbestimmt und man damit vergleichsweise billig tanken kann. Bis zu rund einem Fünftel des verbrauchten Benzins ist ihr zuzurechnen.

Der Grund dafür ist sehr einfach: je mehr sich ein Reifen beim Fahren deformiert, umso höher ist der Rollwiderstand. Um diesen zu überwinden muss mehr Kraft aufgebracht werden womit der Benzinverbrauch steigt. Die Reifenproduzenten haben herausgefunden, dass ein größerer Durchmesser und eine schmälere Breite die Verformung vermindern hilft. Außerdem wirken sich spezielle Profile und flache Laufflächen positiv auf den Luft- und Laufwiderstand aus. Im Unterschied zu normalen Reifen haben Leichtlaufreifen auch eine andere Gummimischung. Üblicherweise werden Rußpartikel zur Erhöhung der Stabilität genutzt. Diese Steifigkeit wird hier hingegen mit durch eine Kieselsäure-Silan-Verbindung erreicht. Diese Mischung erhöht im Speziellen die Hafteigenschaften auf nasser Straße.

Doch Leichtlaufreifen haben leider nicht nur Vorteile. Der Fahrkomfort leidet, weil durch die verminderte Haftung mit längeren Bremswegen kalkuliert werden sollte. Ebenso sollte bereits vorab der vorrangige Einsatz des Fahrzeugs klar sein, da Leichtlaufreifen für hohe Achslasten und Geschwindigkeiten, sowie unebene Fahrbahnen nicht gut geeignet sind. Bei normaler Nutzung besonders im Stadtverkehr lassen sich dennoch spürbare Einsparungen erreichen.

EU-Kommission verklagt Deutschland wegen PKW-Maut

Die EU-Kommission sieht bei Deutschlands Plänen für die Maut rot. Bild: Christian Schirner unter CC Lizenz

Die EU-Kommission sieht bei Deutschlands Plänen für die Maut rot. Bild: Christian Schirner unter CC Lizenz

Die Welt berichtete zuletzt, dass die Brüsseler EU-Kommission wegen der PKW-Maut vor dem EUGH anklagen wird. Es werde ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil ausländische Autofahrer benachteiligt werden und das gegen EU-Recht verstoße. Erst im Mai hatte der Bundesrat das umstrittene Vorhaben verabschiedet. Deutsche entrichten gemäß der Bestimmungen im Schnitt 74 Euro Maut, die für Autobahnen und Bundesstraßen gilt. Diese Abgabe soll über eine niedrigere KFZ-Steuer kompensiert werden. Und genau diese Diskriminierung von ausländischen PKWs kritisiert die Kommission mit dem EU-Recht als unzulässig.

In Politik und Interessensverbänden wird indessen der Unmut über den geplanten Wegzoll breit kommuniziert. Das Handelsblatt zitiert ADAC-Vizepräsident Ulrich-Klaus, der findet, dass es in Europa kein Land gäbe, das so offensichtlich Ausländer benachteiligen möchte, wie es Deutschland plant. Christian Lindner von der FDP hält fest, dass der „Maut-Irrsinn der Großen Koalition“ mit Recht vor den Europäischen Gerichtshof verhandelt werden solle, da Union und SPD sich leichtfertig über alle Bedenken hinweggesetzt haben.

Die Zeit erklärt noch einen anderen möglichen Effekt: das von CSU-Vorsitzendem Horst Seehofer vorangetriebene Projekt könnte auch nach hinten losgehen. Die umstrittene Maut tritt erst 2016 in Kraft. Wenn sich aber später die EU-Kommission durchsetzt, müsste der Bund die Steuererleichterung für deutsche Autofahrer streichen, die dann genauso die volle Gebühr zahlen müssen. Den Zorn würde dann die CSU abbekommen.

Benzin ist durchschnittlich 20 Cent zu teuer

Trotz billigem Rohöl wird der Preisvorteil nicht weiter gegeben. Bild: Grafixar / morguefile.com – http://mrg.bz/D99YWZ

Die Rohöl-Preise ziehen langsam wieder an, sind aber um ein Viertel niedriger als vor drei Jahren. Trotzdem verteuert sich der Preis an der Zapfsäule seit geraumer Zeit wieder und in Deutschland wird billig tanken erneut schwieriger. Das kritisiert der Automobilclub von Deutschland (AvD). In einer Pressemitteilung erklärt der AvD, dass der Benzinpreis zu hoch sei. Der Preis für Rohöl ist so tief wie vor zwei Jahren und gleichzeitig sind die Lager voll. Deshalb wäre für den AvD ein Benzinpreis von nur 1,25 Euro gerechtfertigt, obwohl durchschnittlich 1,45 Euro verlangt werden.

Der AvD vermerkt außerdem, dass die Aufsicht durch die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe die Anzahl der täglichen Preisveränderungen nicht gesenkt hat. Billig lässt sich im Schnitt an Nachmittagen zwischen Dienstag und Donnerstag tanken. Einladende Angebote in der Nacht scheinen vorbei zu sein. Der AvD empfiehlt Preisbewusstsein und immer nach den günstigsten Angeboten Ausschau zu halten, weil dadurch viel Geld gespart werden könne.

Tanken wird wieder teurer

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Die Rohölpreise steigen. Und damit werden auch die Benzinpreise deutlich teurer. Derzeit pendelt der Preis um die 1,50 Euro. Anfang 2015 waren es noch 1,30 Euro. Laut Handelsblatt spiegeln die Preise an den Tankstellen fast 1:1 die Entwicklungen der Rohölpreise wider. Ende Juni 2014 kostete war ein Barrel (europäisches) Brentöl rund 115 Dollar. Dann stürzten die Preise. Im Januar kostete Öl in Europa weniger als 50 Dollar. Seitdem zieht der Preis wieder an und kostete zuletzt 64 Dollar. Schuld daran ist die Schieferölproduktion in den USA. Durch große Eigenversorgung sind die Amerikaner als Ölnachfrager ausgefallen. Als Folge stiegen die US-Lagerbestände kräftig, die Preise blieben also niedrig. Auh die OPEC trug dazu bei, weil sie auf eine Kürzung der Fördermengen verzichtete. Nun hat aber das amerikanische Energieministerium einen Rückgang der Ölbestände bekannt gegeben. Deshalb gibt es die Meinung, dass die US-Produktion tatsächlich sinkt, wenn auch nur leicht. Die Skepsis ist groß, da amerikanische Ölproduzenten bei höheren Ölpreisen wieder mehr liefern wollen.

Foto: Super+ (CC Lizenz)

Benzinpreis drücken mit Reifen-Tuning

Sie können den Benzinpreis nicht festlegen, aber Sie können für die gefahrenen Kilometer billig tanken. Die einfachste Möglichkeit Ihren Wagen auf Sparen zu trimmen ist laufend den Reifen-Luftdruck zu kontrollieren. Zu geringer Reifendruck erhöht den Laufwiderstand und führt zu größerem Spritverbrauch. Halten Sie sich beim Reifendruck an die Hersteller-Empfehlung für die entsprechende Wagenbeladung. Mit Leichtlauf-Reifen senken Sie den Verbrauch weiter, weil diese einen geringeren Rollwiderstand als herkömmliche Reifen haben.

Billiger Benzin als Hemmschuh für alternative Antriebe

Plug-In-Hybride und Flüssiggas-Autos verlieren zur Zeit. Die niedrigen Benzinpreise führen laut einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen dazu, dass lieber PS-starke Autos und SUVs nachgefragt werden. Das Handelsblatt meldet, dass der Durchschnitts-Neuwagen 143 PS hat und erstmals mehr als 600.00 SUVs zugelassen wurden. Das ist aber auch ein Risiko, weil ab 2021 strengere CO2-Richtlinien herrschen, denen mit alternativen Antrieben in den eigenen Modellreihen begegnet werden muss.


Video via Unternehmen-heute.de

Benzinpreise in Europa

Der ADAC hat eine Statistik darüber veröffentlicht, wo der Benzin in Europa am billigsten ist. Deutschland liegt dabei sehr weit oben. Für einen Liter Super (E10) zahlt man im Schnitt 1,40 €. Tanken in Österreich ist im Vergleich mit 1,18 EUR bedeutend billiger. Am günstigsten ist Polen, wo Diesel für 1,11 EUR und Super (E10) für 1,09 € pro Liter zu Buche schlägt. Grundsätzlich empfiehlt es sich vor einer längeren Fahrt die Stopps fürs Tanken zu planen. So zahlt man in den Niederlanden mit 1,69 € sogar 29 Cent mehr als in Deutschland.

 

Quelle: obs/ADAC

Quelle: obs/ADAC

Keine Spritpreis-Rallye zu den Osterfeiertagen

Zuletzt hatte die Frankfurter Rundschau noch gemeldet, dass zu Ostern die Preise an der Zapfsäule steigen. Jetzt erklären die Stuttgarter Nachrichten, dass Benzin tanken zu den Osterfeiertagen so günstig wie seit sechs Jahren nicht mehr sei. Der Mineralölwirtschaftsverband gäbe bekannt, dass 5 Tage vor Ostern durchschnittlich der Liter Super 1,41 € und Diesel 1,19 EUR zu Buche schlagen. 2014 seien die Preise 5 Tage vor Ostern bei 1,55 EUR und 1,36 €, und 2012 sogar bei 1,72 EUR und 1,53 EUR gewesen. Die Benzinpreise sollen vor den Oster-Feiertagen auch nicht mehr drastisch nach oben klettern.

Benzin über die Osterferien wieder teurer

Die Frankfurter Rundschau berichtet online, dass zu Ostern der Sprit wieder teurer wird. Es soll in naher Zukunft der Preis auch weiter nach oben klettern. Weit verbreitet wird die Grenze von 1,40 € seit Ende November 2014 erstmals übersprungen. Aber, so der Bericht, spiele es im Grund keine Rolle, ob Ostern oder andere Feiertage seien, weil sich mittlerweile die Benzinpreise vor allem im Lauf des Tages sehr stark ändern. In der Nacht werden die Preise rauf geschraubt und tagsdarauf geht der Berufsverkehr los, der zu diesem Preis tanken fährt. Der Bericht meint auch, dass steigende Rohölpreise selbstverständlich sehr schnell weitergegeben werden. Deswegen sei auch letzte Woche der Spritpreis wegen des Konflikts im Jemen gestiegen.